Faszination des Bernsteins von der Entstehung bis zur Nutzung im Selliner Bernstein-Museum

Eine Zeitreise mit den „Tränen der Götter“.

Besonders nach den Herbst- und Winterstürmen sieht man sie gebückt an Rügens Stränden – die Sammler, die im Spülsaum aus Algen, Holzresten und Muscheln nach Bernstein suchen. Bei bewegter See wird das „Gold des Meeres“ hoch gespült und mit dem Seetang an Land getragen. Mindestens eine Million Jahre muss das Harz unterschiedlicher Baumarten luftabgeschlossen lagern, bevor es zu Bernstein wird. Wie er entsteht, in welchen Formen er gefunden wird und wozu er außer der Schmuckherstellung noch verwendet wird, führt auf anschauliche Weise das Bernstein-Museum in Sellin vor. Wissenschaftlich fundiert und mit didaktischem Anspruch zeigt es den Weg des Bernsteins von der Entstehung über den Abbau bis zur Verarbeitung und industriellen Nutzung. Es präsentiert Roh-Bernstein aus aller Welt und allen Zeiten in seinen verschiedenen Farben und Formen sowie Bernstein mit Einschlüssen von Insekten, die einst mit einem Körperteil im klebrigen Harz hängen geblieben sind – den so genannten Inklusen. Pflanzenteile und kleine Lebewesen im „gläsernen Sarg“ sind heute Fenster in die Erdgeschichte. Aber auch die Entstehung einer Perle, Schmuck aus der ehemaligen Königsberger Schmuckmanufaktur, Objekte aus Pressbernstein und billige Gießharzimitate sind zu sehen. In Privatinitiative betreibt der Goldschmiedemeister Jürgen Kintzel sein Museum seit zehn Jahren. Während den Laien die Schönheit des leuchtenden Steins oder seine spektakuläre Größe fasziniert, interessieren den Sammler vor allem die erdgeschichtlichen Geheimnisse, die er birgt. Kintzel sammelt nicht nur den Baltischen Bernstein, der seinen Ursprung im reichen Harzvorkommen subtropischer Wälder hat, die vor 40 bis 50 Millionen Jahren den skandinavischen Raum bedeckten. Kanadische Vorkommen sind bis zu 400 Millionen Jahre alt und er präsentiert stolz eine Schachtel mit Fundstücken aus Saskatchewan in Kanada, die er soeben erhalten hat. Bernstein aus 24 Ländern hat er schon gesammelt und Jürgen Kintzels Museum zählt mittlerweile mehr als 12.000 Besucher im Jahr ‏– mit steigender Tendenz. Schautafeln und Vitrinen vermitteln fundiert und unterhaltsam Wissenswertes zum Bernstein, lebendig wird das präparierte Wissen jedoch durch die Einführungen von Kintzels Mitarbeitern Ferienwohnungen Sellin . Zwanzig Minuten dauern die kenntnisreichen Vorträge in der Regel, bei besonderem Interesse kann sich auch schon einmal ein längeres Gespräch daraus entwickeln Ferienwohnungen Sellin Rügen. Für Kinder wird ein Schatzkästlein bereit gehalten Ferienwohnungen Möchgut. Hier kann man außerdem echten Bernstein anfassen und mit von der See geschliffenem Glas vergleichen, ein verkohltes Stück beweist seine Brennbarkeit und ein alter Bleistiftrest stellt eine Eidechse dar, um zu demonstrieren, wie groß die faszinierenden Inklusen allerhöchstens sein können.

Sellin Seebrücke

Das Bernstein-Museum in der Granitzer Straße 43 / Ecke Wilhelmstraße in Sellin ist im September montags bis freitags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie  sonnabends von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Weitere Informationen: www.bernsteinmuseum-sellin.de